U12 EM 2018 | Zusammenfassung & Fazit

Heute schriebe ich meinen letzten Blogpost über die U12 EM 2018 in Budapest.

Wir haben viele schoene Spiele gesehen, viel Freude aber auch Traurigkeit gesehen und konnten mit den Italienern einen verdienten (und ungeschlagenen) Europameister ermitteln.

Beim Vizemeister faengt es schon bei mir damit an, dass ich die Tschechische Republik als absolut verdienten zweiten sehe, auch wenn die Tschechen im Finale doch zu Null geschlagen wurden haben die Tschechen ein wirklich gutes Turnier gespielt und waren bis zum Finale ungeschlagen.

Was der kleine deutsche Schildwall an Kampfgeist und Siegeswillen vermisste, steckte deutlich in der Russischen Mannschaft und so wurden die Russen auch mit viel Fleissarbeit und absolutem Siegeswillen dritter im Turnier.

Gratulation nach Russland, ich denke hier koennen wir in den folgenden Jahren noch einiges erwarten auf den entsprechenden Internationalen Turnieren im U12 und ebenfalls im U15 Bereich.

Die Nummer vier des Turnieres, die Niederlande, spielten auch ein starkes Turnier, hatten international Erfahrenes Coaching und spielten Ihre Pitching Rotation gut aus und liessen sich auch von Widerstand auf dem einen oder anderen Spiel nicht aus der Ruhe bringen und verfolgten Ihr Ziel unbeirrt, welches dann mit einem guten und der Leistung entsprechendem vierten Platz belohnt wurde. Hier einmal ein gemeinsames Teamfoto von Team NL zusammen mit den Slowaken:

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Auch die Franzosen, insgesamt fuenfter im Turnier haben ein gutes Turnier gespielt, auch wenn es diesmal nicht ganz fur die Spitze wie im letzten Jahr gereicht hat.

Gefolgt und am Anfang auch durchgehend gejagt von den Deutschen, welche schlussendlich nach Ihrem Verlust gegen die Niederlande ein wenig den Kopf hingen liessen und in Ihrer Offense total einbrachen nach dem Historischen Ergebnis von 2-40 gegen die Kroaten kamen die Deutschen mit einem der (Offensiv-)Leistung entsprechenden sechsten Platz aus dem Turnier.

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Der Europameister meines Herzens waren die Kroaten und Ungaren, beide Mannschaften hatten gegen die ersten sechs von Anfang an keine chancen und mussten gleich in den ersten Poulespielen dicke Niederlagen einstecken bis es so weit war, dass die schwaecheren Gegner in ihrem Feld Ihre Sachen schon ausgemacht hatten und es keine T-Ball Ergebnisse mehr gab. Ungarn und Kroatien haben sich davon nicht einschuchtern lassen und feierten jeden einzelnen gemachten Run wie kleine Europameister und eroberten so die Herzen vieler Zuschauer in Budapest.

Es gab viele herausragende Spieler in den einzelnen Mannschaften und viele kleine Talente haben sich gut in die Sicht Ihrer Trainer spielen koennen, wie zum Beispiel Luca Magnani (ITA, Pitcher), Amarensio Franka (NED, Catcher/Pitcher), Jamie Beerman (NED) sowie ebenfalls Jan-Luca Vogt (GER, Pitcher/1stBase) und Jack Schuman (GER, Pitcher) die mit Ihren individuellen Leistungen herausragten und zeigten was Talent alles kann wenn es hart arbeitet und den Focus nicht verliert.

Und auch unseren Dank an die lokale Organisation und die vielen Freiwilligen in Budapest die dieses Turnier erst moeglich gemacht haben, im grossen und ganzen war das Turnier fleckenlos und dafuer das die Ungarn ein solches Turnier zum ersten Mal ueberhaupt ausgerichtet haben ist es im grossen und ganzen gut abgelaufen.

Um aber die ganz grossen Turniere nach Ungarn zu bekommen muessen die Fazilitaeten noch um einiges verbessert werden um (West) Europaeischen Standards gerecht zu werden. Es ist einfach nicht schoen, wenn man auf den bestellten Hamburger eine halbe Stunde warten muss, die Pommes Frites bereits am ersten Tag ausverkauft waren und es kein fliessendes (Trink) Wasser auf dem Gelaende gab. Auch die Preisgestaltung beim Eintritt war, sagen wir einmal so, „Interessant“: so kostete eine Dauerkarte am ersten Tag noch umgerechnet 32 Euro, musste man am Finaltag bereits 9 Euro fuer eine Tageskarte bezahlen. Man sah dieses in den Zuschauerzahlen, die mit jeder Preiserhoehung abnahmen. Vielleicht waere es heir klueger gewesen, eine Mischkalkulation zu nehmen, keinen Eintritt zu fragen, sein Catering in ordnung zu haben und durch das eingesparte Eintrittsgeld die Leute mehr ausgegeben haetten, wo die Gewinnmarge am hoechsten ist.

Hiermit sagen wir „Auf Wiedersehen“und freuen uns auf die weiteren Events in diesem Sommer auf denen das HardBall Blog ebenfalls anwesend seind wird: BATC in Oosterhout. Bis dahin ziehen wir uns eben ein wenig in die digitale Ruhe zurueck in lassen die Eindruecke aus Budapest noch ein wenig wirken bis am 22. Juli erneut „Play Ball“ gerufen wird.SONY DSC

 

CU there!